Liebe Teddyfreunde, 

auf dieser Seite möchte ich mich kurz dem Thema Ernährung widmen. Wer in Fachzeitschriften oder im Internet surft wird sicherlich schon das eine oder andere gelesen haben in Sachen artgerechter Ernährung. Doch was ist artgerecht?

In 25 Jahren Kaninchenhaltung konnte ich schon den einen oder anderen Trend beobachten, ähnlich wie bei uns Zweibeiner gibt es auch hier gewisse Modeerscheinungen. Was vor 2 Jahren noch als absolut richtig und als unbedingt empfehlenswert galt, wird schnell durch anderes abgelöst. Wer was in welchen Umfang mitmacht oder unterlässt muss jedoch letztendlich jeder für sich selbst entscheiden. Diese Rubrik dient nicht dazu für irgendwelche Futtersorten indirekte Werbung zu betreiben, sondern soll euch lediglich über die unterschiedlichen Möglichkeiten aufklären. Jedes Tier ist ein Individuum und sollte auch als solches betrachtet werden!!! Will heißen: Was beispielsweise für meinen Teddy Knoppers gut ist muss für die süße Teddydame Neve noch lange nicht verträglich sein. Auch haben unsere süßen Plüschbomber unterschiedliche Vorlieben, wer glaubt alle Kaninchen lieben Möhren...der irrt sich hier gewaltig! Die folgenden Beispiele dienen lediglich nur als Anregung! Ich übernehme keinerlei Garantie ob diese Art der Ernährungsform auch euren Langohrenfreunden langfristig bekommt. 

 

Ich füttere nach dem ganz einfachen Prinzip: Von allen guten etwas! 

Dazu gehört in erster Linie hochwertiges Frischfutter, duftendes Heu & Stroh und Wiese. Dazu kommen Blätter und Zweige, einige Saaten und ja, auch etwas Trockenfutter. Unsere Teddys bekommen das gute Futter von Grünhopper

(Den Link zum Shop findet Ihr unter unserer Linkliste!) in den Sorten, Adulut & Kraut und Rüben im Wechsel. Während der Schwangerschaft und Aufzucht bekommen unsere Zwerge das Mother & Babyrabbit sowie das Grünhopper Junior.  Dazu verfüttern wir das Pfälzer Strukturmüsli von Schroers. Strukturmülsi hat die Eigenschaft, das Futter im Magen locker zu schichten, was besonders bei Jungtieren wichtig ist. Strukturmüsli wird viel langsamer gekaut als herkömmliches Futter, durch die langsamere Futteraufnahme ist eine deutliche bessere Verdauung und Bekömmlichkeit gewährleistet. Wir beziehen auch sehr gerne die Dill- Sellerie und Petersilienstengel von Schröers. (Achtung, Petersilie nicht bei schwangeren und säugenden Häsinnen füttern!) Zur Beschäftigung und besonderen Belohnung gibt es zwischendurch auch mal die Pfälzer Bricks. Je nach Verfügbarkeit wird dieser Mischung noch selbst getrocknetes beigefügt, diverse, Blätter, Blüten, Kräuter, Obst und Gemüse was ich selbst anbaue und dörre.  

Unsere Futtermischungen werden regelmäßig auf den Bedarf der Plüschpopos neu abgestimmt, den Jahreszeiten und der Aufzucht entsprechend.

Braucht einer der Zwerge mehr Energie, gebe ich viel lieber Haferflocken und mehr Saaten dazu. Zur Kokzidiosekur gibt es inzwischen auch viel bessere gesunde Alternativen als seinen Plüschfreund Pellets mit Kokzidiostatikum anzubieten.

Auf Pelletfütterung verzichten wir ganz!

 

Kaninchen in der freien Wildbahn selektieren ihr Futter eigenständig. Dabei können sie sich selbstständig mit allen versorgen was für sie nötig ist. Da ich bewusst sehr viel anbiete, können auch meine Zwerge für sich selbst entscheiden, ob sie heute beispielsweise Lust auf Möhren haben oder nicht. So kann es auch schon mal vorkommen, das Möhren tagelang nicht angerührt werden, weil der Bedarf dieses Nahrungsmittels einfach nicht gegeben ist. Das ist kein Grund um gleich in Panik zu verfallen, das das Kaninchen krank sein könnte. Durch das hohe Nahrungs-Angebot sind sie in diesen Fall nicht gezwungen ..nur aus puren Hunger.. dass zu fressen, was ich ihnen gerade vor ihre knuffigen Plüschnasen setze..  Bei zu einseitig ernährten Langohren treten sehr häufig Mangelerscheinungen auf.

in Folge von Unter-, oder auch Überdosierungen.

 

.Durch abwechslungsreiche, hochwertige Kost lassen sich diese jedoch nahezu ausschließen. Vorsicht ist geboten, wer zu dem Frischfutter auch Trockenfutter verfüttern möchte. Dies gilt ganz speziell für getreidehaltiges Trockenfutter. Beide Futterquellen sollten aus meiner Sicht niemals zusammen in einer Mahlzeit angeboten werden. Der Speisebrei aus Frischfutter und Getreide lässt den Kaninchenmagen oftmals Samba tanzen! Es führt sehr häufig von einer leichten bis mittleren Unverträglichkeit bis zu einer Kolik. Will man aus verschiedenen Gründen nicht auf beides verzichten kann Abhilfe geschaffen werden indem man beide Arten zeitversetzt anbietet. Man könnte z.B. morgens ausreichend Frischfutter anbieten, am Nachmittag einen Snack für zwischendurch und am Abend Trockenfutter oder auch umgekehrt. Eine andere Möglichkeit wäre, Trockenfutter 1-2 in der Woche in der Woche anzubieten und dabei auf das Saftfutter zu verzichten. Ich bevorzuge hingegen die erste Variante. Inzwischen füttern viele Kaninchenhalter Saftfutter Ad Libitum, besonders diejenigen, die völlig getreidefrei füttern, oder es zumindest annehmen das zu tun. Saftfutter ist über den Tag Gärungsprozessen ausgesetzt, ganz besonders im Sommer. Dadurch werden vermehrt Ameisen, Fliegen, Schnecken und anderes Ungetier angezogen, was sich gerne mit an der Futterschüssel bedient. Möchte man das wirklich? Ich sehe in der Mahlzeitenfütterung größere Vorteile, nicht nur aus den hygienischen Aspekt. Zum einen bekommt die Plüschnase dadurch mehr Aufmerksamkeit und Abwechslung in den Tag und dem Halter fallen durch seine vermehrten Besuche in der Regel auch viel schneller mal kleinere Unpässlichkeiten auf.    

 

Kommen wir nun nach der doch so ungewollt langen Vorrede endlich zu den Beispielen:

                         Heu & Stroh :

Heu:

 

Das gut abgelagerte, duftende, staubfreie Heu, wird bei Bedarf mehrmals täglich in verschiedenen Heuraufen angeboten und sollte den Plüschis Ad Libitum zur Verfügung stehen. Die Raufen hängen selbstverständlich so, dass das Heu bei Außenhaltung stets vor Nässe geschützt ist und die Tiere auch gut heran können, Größenunterschiede der einzelnen Tiere sind dabei zu berücksichtigen. Am besten hängt man es auch so auf, dass die Zwerge nicht hinein springen können, denn sonst wird die Raufe schnell zum Toilettenersatz umfunktioniert und das Heu würde dadurch unbrauchbar. 1. oder 2. Schnitt, das hier die Frage. Idealerweise mischt man beide Schnitte im Verhältnis von 1:1. Der 1. Schnitt ist etwas gröber und enthält die bessere Rohfaser, der 2. Schnitt ist dagegen feiner und enthält meist mehr Blüten und Kräuter und wird lieber gefressen. Allerdings ist der 2. Schnitt auch oft zu proteinhaltig was wiederum Aufgasungen begünstigt.


Heu ist nicht nur ein gutes Raufutter, was dringend für den empfindlichen Magen-Darmtrakt benötigt wird sondern dient auch den natürlichen Zahnabrieb sowie den natürlichen Beschäftigungstrieb der Zwerge.

 

Stroh:

 

Stroh wird leider oft unterschätzt und oft nur als nötiger Wärmespender, ganz besonders in den Herbst-und Wintermonaten für die Ställe angeboten. In der Kaninchenzucht wird es auch den trächtigen Häsinnen zum Nestbau zur freien Verfügung gestellt.. Doch auch Stroh wird oft liebend gerne gefressen. Es gibt verschiedene Stroharten die man nach herzenslust kombinieren kann, besonders das Haferstroh hat einen hohen Nährstoffwert und sollte auf den Speiseplan ebenfalls nicht fehlen. Stroh ist auch ideal zum spielen! Machen sie sich doch einfach mal die Mühe einen Strohhaufen im Gehege auszulegen..... die Kleinen lieben es hindurch zu flitzen! Man kann sich darin herrlich verstecken und hindurch toben!

 

Ich beziehe  Heu- und Strohballen direkt von den Bauern meines Vertrauens!

                         Flüssigkeit:

Kaum zu glauben, aber einige Züchter und Halter sind immer noch den Irrglauben auferlegen, das Kaninchen bei ausreichender Grünfütterung kein weiteres Flüssigkeitsangebot bedürfen! Irrtum! Kaninchen benötigen durchaus täglich, frisches, sauberes Wasser! Dieses kann in Schälchen oder in Trinkflaschen angeboten werden. Beide aufgezählten Alternativen haben jedoch Vor- und Nachteile! Daher habe ich mich dazu entschlossen, beide Varianten in ausreichender Menge zur Verfügung zu stellen. So kann der Zwerg selbst entscheiden, woraus er trinken möchte. Meine Zwerge wachsen grundsätzlich mit beiden Varianten auf. Ich konnte jedoch beobachten dass zu 70% immer die Schälchen vorgezogen werden. Doch sobald diese verschmutzt sind, wechseln sie instinktiv zur Flasche rüber! Daher ist es mir wichtig, dass meine Zwerge beide Möglichkeiten zu schätzen lernen. 


Die Trinkflasche: 


Das Wasser bleibt im Vorratshaltung stets sauber, lässt sich jedoch oft schlecht reinigen, Gefahr der Algenbildung, wenn man nicht täglich gründlich reinigt. Inzwischen gibt es aber auch schon Flaschen die spülmaschinenfest sind. Es gibt verschiedenen Flaschen-Systeme im Handel.  Ein weiterer Nachteil......speziell bei Außenhaltung, im Winter frieren die Flaschen oft ein und platzen dadurch häufig. Des weiteren muss das Kaninchen eine zwingende Kopfhaltung einnehmen um überhaupt trinken zu können, je nach Flaschen-System ist auch ein verschlucken nicht auszuschließen.   

 

Die Trinkschale:

 

Schlechte Vorratshaltung, da das Wasser sehr schnell verschmutzt wird., das Wasser muss daher mehrmals täglich gewechselt werden. Ist die Schale nicht ausreichend schwer, wird diese auch sehr häufig umgeschmissen. Allerdings kann das Kaninchen ohne Anstrengung genügend Wasser.. ganz ohne sich zu verschlucken aufnehmen. Dabei kommt es der natürlichen Körperhaltung nahe, das Kaninchen wird zu keiner Zwangshaltung genötigt. Im Winter platzen die Schalen nicht, damit sie nicht so schnell einfrieren, kann man gewisse Maßnahmen ergreifen, zu den ich anderer Stelle noch einmal eingehen werde. 

 

Faustregel: Pro Tier ist eine Wasserquelle anzubieten + 1, d.h bei 4 Zwergen benötige ich mindestens 5 Trinkquellen um die Tiere gewissenhaft über den Tag über versorgen zu können.


                    Wiesenfütterung:

Die Wiesenfütterung ist bei den Zwergen sowie bei den Haltern gleichermaßen beliebt. Zum einen ist sie gesund, die Tiere sind beschäftigt mit der Futtersuche wobei sie stundenlang die einzelnen Kräuter und Gräser selektieren.... zum anderen spart sie gerade in den Sommermonaten den Geldbeutel des Halters. Wer einen eigenen Garten hat, sollte daher seinen geimpften Zwergen nach einer gewissen Anfütterung diese Freude durchaus gönnen. Es gibt Halter die ihre Kaninchen von Frühjahr bis zum Spätherbst nur in dieser Form ernähren. Ich biete es lediglich als Ergänzung an. Bei der Wiesenfütterung sollte man darauf achten, dass das Gras nicht triefend nass ist, denn das könnte im empfindlichen Kaninchenmagen gären. Auch darf dieser Gartenteil nicht mit Düngemitteln versehen sein. Wer nicht unbedingt einen englischen Rasen im Garten braucht, der kann mit wenig Aufwand den Rasen selbstständig aufwerten indem er einfach diverse Kräuter, Blumen, Löwenzahn und Gräser dazwischen sät. Einige Gärten, besonders in den ländlichen Regionen sind schon von Natur aus sehr artenreich ausgestattet. Wer jetzt auf die Idee kommt sich somit seines anfallenden Rasenschnittes zu entledigen, den muss ich enttäuschen... Rasenschnitt ist keine Alternative und sollte generell nicht verfüttert werden, wg. der extrem hohen Gärung! Lassen sie doch einfach mal den Mäher stehen und ihre Zwerge die Aufgabe der Rasenpflege übernehmen.... so haben beide etwas davon! Da mein Mann ein wahrer Gartenfreak ist, haben wir uns dahingehend geeinigt indem wir einfach eine Rasenecke für unsere Plüschpopos festgelegt haben. So hat mein Mann seinen gepflegten Garten und meine Zwerge müssen trotzdem nicht auf die eigene kleine Wiese verzichten. Doch nicht nur der Rasen an sich ist interessant auch die bunten Blumenbeete haben zahlreiches für den Speiseplan zu bieten, vorausgesetzt diese sind ungedüngt. Frisch und auch getrocknet werten sie den Speiseplan um ein vielfaches auf!

Wer keinen eigenen Garten hat, kann trotzdem Wiese oder Blüten verfüttern. Man kann dazu in Blumenkästen/Töpfen Miniwiesen oder Blumen aussäen oder geht wie viele Kaninchenhalter es tun auf stillgelegte Wiesen sammeln. Hier muss man sich natürlich ein wenig mehr mit der Pflanzenbestimmung beschäftigen um keine giftigen Sachen mitzubringen, auch ist der Standort einer sorgfältigen Überprüfung zu unterziehen, düngefrei und keinesfalls an autobefahrenen Straßenrändern sollte er gelegen sein.

 

Beispiele Wiesenkräuter:                          


- Löwenzahn

- Gänseblümchen

- Rot- und Weissklee

- Spitz - und Breitwegerich

- Kamille

- Brennessel

- Giersch

- Scharfgabe

- Sauerampfer

 

Beispiele Blüten:

- Rosen

- Malve

- Ringelblumen

- Kapuziner

- Sonnenblume 

- Sonnenhut

- Hibiskus

- Tompinambur

 

 

                        Frischfutter:

Frischfutter ist gesund und lecker und sollte daher nie auf den Speiseplan eines Kaninchen fehlen. Das Kaninchen kein Frischfutter benötigen oder vertragen ist leider ein weiteres von vielen Kaninchenmärchen. 

.Zu einen gesunden, munteren Kaninchen gehört generell auch immer Frischfutter! Blattgemüse und Kräuter sind anderen Gemüsesorten vorzuziehen.

Ein Kaninchen kann durchaus ein Leben lang nur durch gutes, qualitativ hochwertiges Frischfutter ernährt werden... in Kombination mit Wiese, Heu, Blättern und Zweigen ist dies wohl die beste Kombination seinen kleinen Hasi zu versorgen.  

Als Frischfutter, auch Saftfutter genannt bezeichnet man alle, Blatt- Gemüse-Obst-und Frischkräutersorten der Saison (möglichst ungespritzt, in echter Bio-Qualität) die dem einzelnen Kaninchen schmecken und für ihn auch bekömmlich sind. Auch einige Kohlsorten sind durchaus geeignet, jedoch nicht in Kombination mit reiner Pellettfütterung! Ich empfehle Kohlsorten (auch Brokkoli gehört zu den Kohlsorten) immer im Gemisch, d.h. zusammen mit anderen Grünfütter anzubieten. Meine Popos bekommen täglich einen großen, bunten Teller aus mindestens 6 verschiedenen Saftfutterarten serviert, wobei die 6 Arten täglich bei mir wechseln. Dabei besteht meistens eine Komponente aus Obst, eine aus Kohl, eine aus Kräuter und die anderen drei aus unterschiedlichen Salat/Gemüsearten. Zur Anregung sind in der kommenden Liste einige  Beispiele aus meiner Fütterung aufgeführt. Diese Beispiele sind nicht abschließend, d.h. es gibt durchaus noch mehr Möglichkeiten die man ausprobieren könnte. Generell ist immer zu beachten, dass das Frischfutter vorher gut gewaschen, (am besten direkt nach dem Kauf bevor es gelagert wird) und zimmerwarm angeboten wird. Neue Sorten sind dabei immer zu altbekannten in absoluten Kleinstmengen dazuzumischen. Auf das zusammenmischen von mehreren neuen Sorten sollte verzichtet werden. Nur so kann eine Unverträglichkeit sofort dem richtigen zugeordnet werden. Bei guter Verträglichkeit sind die Mengen nach und nach zu steigern.

 

Die aufgeführten Beispiele wurden wie folgt gekennzeichnet: Gemüse= G ; Blattgemüse = BG und Kohlarten=K

 

Beispiele von Gemüse , Blattgemüsen und Kohlarten: 

 

- Möhren/Karotten (G)

- Möhrengrün ( BG)

- Steckrüben (G)

- Fenchel (G)

- Fenchelgrün (BG)

 ( gut bei Magen- und Darmprobl. und zur Jungtieraufzucht)

- Brokkoli ( K)

- Kohlrabiknolle (G)

- Kohlrabiblätter (BG) heiß beliebt!

- Pastinaken (G)

- Petersilienwurzeln (G)

- Sellerie;- Knollen oder Stangen (G)

- Selleriegrün ( BG)

- frische Maiskolben (G)  (Trockenmais hingegen wird als Getreide eingestuft!)

- Maiskolbenblätter ( BG)

- Gurken (G)

- Paprika (G)

- Blattspinat (BG)

- Chicoree (BG)

- Chinakohl (K) 

- Radiccio (BG)

- Wirsing (K)

- Ruculla (BG)

- Pak Choi (BG)

- Feldsalat (BG)

- Eisbergsalat (BG)

- Kürbis (G)

- rote Beerte (G)

- frische Erdbeerblätter (BG) 

 

Beispiele Obst:

 

- Apfel 

- Birne

- Banane

- Wassermelone  (kann mit Schale verfüttert werden!)

- Aprikosen

- Cranbeeris

- Kiwi

- Mango        (nur geschält verfüttern!)

- Nektarine

- Pfirsich

- Erdbeeren

- Weintrauben

- Zwetschgen

- Quitte

 

Beispiele Kräuter:

 

-  Dill        ( Appetitanregend, hilft bei kleinen Verdauungsschwierigkeiten) 

- Petersilie     (nicht bei schwangeren Kaninchen verfüttern, löst Wehen aus!)

- Basilikum

- Kresse

- Oregano      (vorbeugend bei Darmparasiten!)  

- Salbei

- Minze

- Thymian    ( gut bei leichten Erkältungserscheinungen)

- Kerbel 

 

Tipp:

Wer die Möglichkeit hat, sollte soviel es geht im eigenen Garten oder in Töpfen auf den Balkon oder der Fensterbank anpflanzen, denn da weiß man ganz genau, was da in den Futternapf kommt. Was im Überschuss wächst und sich bis zum verderben nicht mehr verfüttert lässt kann sehr oft schonend getrocknet werden. Besonders für die kalte Jahreszeit ist das ein tolles Zusatzfutter!

 

  

                       Trockenfutter:

Keine Art der Fütterung ist so umstritten wie die Trockenfütterung. Getreide ja, oder nein? Auch hier gehen die Meinungen bei Tierärzten, Züchtern und Haltern in alle Windrichtungen. Doch Trockenfutter ist auch nicht gleich Trockenfutter. Der Handel lockt mit tollen, bunten, gut riechenden ach so gesunden Futtermixen. Wie und vor allen wer soll da noch durchsteigen? 

Ich hoffe die folgende Aufstellung hilft dabei etwas Licht ins dunkle zu bringen:

 

Man Unterscheidet hier unter:

 - Bunten Trockenfuttermischungen

-  Pellets 

-  Strukturfutter

-  Flocken

-  Saatenmischungen. 

 

(auch getrocknetes Gemüse, Obst, Blätter, Blüten und Kräuter gehören dazu.!)

  

Bunte Trockenfuttermischungen:

fertige, oft sehr schön anzusehende bunte, dazu oft auch noch sehr teure Trockenfuttermischungen, (oft enthalten diese Mischungen rote und grün gefärbte Ringe oder Kroketten) haben in der Regel immer einen viel zu hohen Getreideanteil und sind dazu industriell künstlich hergestellt und dazu hoch vitaminisiert. Dazu kommen Konservierungsstoffe; Zucker, Duftstoffe und diverse andere chemische Komponenten o. a.  Farbstoffe, Kleber und Geschmacksverstärker.  

Ich denke, mehr muss ich dazu nicht sagen, dass dies nicht gesund sein kann, versteht sich wohl von selbst.

  

Pellets:

Gegenüber den bunten Kraftfuttermischungen haben Pellets den Vorteil, dass sie zum einen relativ kostengünstig sind, und zusätzlich auch als Kur z.B. gegen die Vorbeugung gegen Kokzidien angeboten werden. Kranke, untergewichtige Tiere, trächtige Tiere und auch deren späteren Jungtiere, ganz besonders in Außenhaltung haben generell einen höheren Energiebedarf als Wohnungshasis. Pellet ist auch nicht gleich Pellet. Es gibt sie inzwischen auch mit Kräuterzusätzen, und natürlich auch für verschiedene Gewichtsklassen. Auf letzteres ist ganz besonders zu achten, wenn man sich zu dieser Art der Fütterung entschließen sollte. Als lose Ware, wie sie in einigen Zoo und Tierfachgeschäften angeboten wird würde ich eher nicht zurückgreifen, da dort nie richtig zu entnehmen ist ob es sich hierbei um eine Mast oder eher um ein Lightvariante handelt. Kaum ein Halter dürfte auf den ersten Blick anhand der angezeigten

Rohproteine selbstständig in der Lage sein, dieses zu unterscheiden. Vorsicht bei zusätzlicher Saftfuttergabe! In Kombination, nebeneinander zusammen in einer Mahlzeit angeboten führt das sehr häufig zu massiven Magen- und Darmstörungen. Es kommt sehr häufig zu Aufgasungen. Auf Überfütterung achten, generell nie mehr als 2 EL pro Tier anbieten. Nachteil: Bei einer reinen Pelletfütterung können die Tiere zudem nicht selektieren, sie werden quasi gezwungen alle darin enthaltenen Bestandteile zu fressen ob sie wollen oder nicht. Durch falsche Kaubewegungen werden die Zähne nicht richtig abgenutzt. Es kommt zu Zahnfehlstellungen, häufig bilden sich an den Backenzähnen Zahnspitzen die wiederum schmerzhafte Abszesse hervorrufen können.  Die Zähne der Plüschnasen wachsen zeitlebens nach, daher ist es besonders wichtig, das diese richtig abgenutzt werden. Eine Zahnsanierung beim Tierarzt ist schmerzhaft und oft nur unter Narkose möglich.

 

Strukturfutter:

Als Strukturfutter bezeichnet man eine Futtermischung mit einen hohen Luzerneanteil, Trockengemüsen und Flocken ohne Pellets. Viele Hersteller

sind schon auf den Zug aufgesprungen und preisen ihr Produkt als 

gesundes Strukturfutter an. Auch hier habe ich schon Varianten mit bunten ungesunden Ringen, Kroketten und auch schon mit Pellets gefunden!

Daher Augen auf beim Futterkauf!

Dazu sollte man wissen das es

Strukturfutter vitaminsiert und auch unvitaminsiert gibt.

Vitaminsiert ist als Alleinfutter einsetzbar und sollte möglichst nicht gemischt werden, unvitaminsísiert eignet sich dagegen sehr gut zum mischen. Es gibt Strukturfutter mit Getreide und auch sehr,sehr gutes ohne Getreideanteile. Strukturfutter hat sich bestens bei der Jungtieraufzucht bewährt, allerdings ist die Fütterung auch recht kostenintensiv.

Bei der Fütterung mit Strukturfutter kann das Kaninchen selbstständig selektieren und die Zähne werden ebenfalls gefordert. Saftfuttergaben werden in der Regel gut vertragen.

Pferde- Strukturfutter:  Ja, aber ich hab doch Kaninchen im Garten hoppeln und keine Ponys im Garten stehen! Und doch, nach sehr vielen Test hat sich herausgestellt, dass es auch Sorten gibt die besonders zur Fütterung von Kaninchen geeignet sind. Einige meiner Züchterkollegen haben bereist sehr positive Erfahrungen gesammelt, besonders gut geeignet scheint hier die Futtersorten von Agrobs zu sein. Es ist getreidefrei und enthält keine syntetische Vitamine. Ich selbst muss zugeben, damit noch keine Erfahrung gesammelt zu haben. Ich werde das gut im Auge behalten und es sicherlich mal zur gegebener Zeit selbst einmal ausprobieren. Natürlich werde ich euch diesbezüglich informieren!

 

Flocken:

Sind sehr oft in den bunten Futtersorten, aber auch im Strukturfutter enthalten. Man kann sie auch einzeln beziehen wer sein Futter selber mischen möchte. Es gibt unterschiedliche Arten, um ein paar zu nennen:

-Mais- -Leinen- -Hafer- Dinkel- diverse Gemüse und -Erbsenflocken.

                                  ( das Lieblingsleckerli aller Mümmelmänner!

 

Saaten:

Die Saatenfütterung ist momentan in aller Munde, obwohl diese keinerlei getreidefrei ist wie von vielen angenommen wird. Mehl-Saaten findet man auch häufig im Strukturmüsli. Hätten Sie es gewusst, man zählt z.B auch Haferflocken dazu! Es gibt zweierlei Saatenarten hierbei unterscheidet man Öl- und Mehlsaaten. Will man nur über Saaten füttern muss man beachten, dass nur eine Kombination aus beiden Arten die Versorgung gewährleistet. Man muss sich in der Thematik etwas einlesen, wenn die Trockenfütterung allein nur durch Saaten bestimmt werden soll. Eine einfache Vogelfuttermischung, wie einige meinen, ist aber durchaus nicht ausreichend, da sie längst nicht alles abdeckt und aus viel zu wenigen Einzelsaaten besteht. Sie kann jedoch als Basis geeignet sein, wenn man noch andere Saaten im richtigen Verhältnis beimengt. Für Kaninchen mit bestehenden Zahnfehler ist eine Saatenfütterung nicht zu empfehlen, das es die Saaten nur schlucken würde und diese dadurch nicht aufspalten könnte. Saaten werden im allgemeinen sehr gut vertragen und auch liebend gerne gefressen. Es scheint eine wahre Gaumenfreude zu sein, sie werden sich wundern, wie die süßen ruckzuck den Napf verputzen! Als Futterergänzung, besonders im Winter bei Außenhaltung ger auch als Päppelfutter (nicht als Alleinfutter), sind meinerseits Saaten hingegen wirklich sehr gut zu empfehlen. Aber Vorsicht, Saaten sind auch dickmacher, weniger ist daher mehr, gelegentlich höchstens 1 gehäufter TL pro Tier!!! Ganz so neu, wie es gerade in der letzten Zeit zu lesen gab ist die Saatenfütterung jedoch nicht. Ich hab schon vor 10 Jahren damit angefangen Saaten zu verfüttern..

 

Beispiele Mehlsaaten: 

Dinkel, Hafer und Gerste im Spelz

Buchweizen, Hirse (hell und rot)

Mais (Kolben) und alle Arten von Futter Grassamen

(keine Aussaat verfüttern, da chemisch behandelt)

 

Beispiele Öl-Saaten:

Anis, Fenchel, Hanf, Schwarzkümmel, Distel, Amaranth, Brennesselsamen, Kürbiskerne, Nachtkerze, Leinsamen, Sesam, Sonnenblumenkerne, Bockshornklee

 

 

                  Zweige & Blätter:

Unbehandelte Zweige gehören ebenfalls auf den Speiseplan einer ausgewogenen Ernährung.. Zum einen massieren sie das Zahnfleisch, kürzen die Schneidezähne und laden zum toben und verstecken ein. Dazu stecken sie noch voller gesunder Mineralstoffe! Das Endrinden dicker Zweige ist eine besonders beliebte Beschäftigung aller Kaninchen!!! Dünnere Zweige werden sogar ganz vertilgt, daher ist es empfehlenswert ruhig einen großzügigen Ast mit vielen kleinen Nebenästen anzubieten. So ist gleich von allen etwas dabei!

Ich empfehle eine ausreichende Zweigengabe inkl. Blätter 1- 2 x in der Woche. Im Hochsommer trockne ich viele Zweigenbündel inkl. der daran befindlichen Blätter, damit meine Plüschnasen auch in den Wintermonaten auf diesen besonderen Spaß nicht verzichten müssen. Besonders im Winter sind die getrockneten Blätter eine besonders gute Ergänzung auf den Speiseplan! Ganz besonders empfehlenswert ist Bambus. Er gehört zu den Süssgräsern. Er ist ganz besonders schmackhaft und kann dazu über das ganze Jahr über in beliebiger Menge frisch angeboten werden, auch im tiefsten Winter! Wir haben sogar eine 20 m lange Bambus- Hecke gepflanzt. Sie ist nicht nur ein besonders toller, schmucker Sichtschutz, denn sie dient zudem auch der Ernährung meiner Plüschnasen. Besonders vorteilhaft ist dabei noch zu beachten, dass der anfallende Heckenschnitt direkt bei den Plüschnasen abgeladen werden kann und nicht mehr extra entsorgt werden muss! Natürlich muss jetzt nicht jeder gleich eine Hecke pflanzen, aber so 1-2 Pflanzen und eure Mümmelfreunde sind bestens versorgt! Bitte keinen Zimmerbambus verfüttern, dieser ist giftig, wer Fargesia Sorten anpflanzt braucht im Garten auch keine Angst vor Ausläufern zu haben. Die anderen Arten können natürlich auch verfüttert werden bedürfen aber einer Rizonsperre.  

 

Tipp: Wer keinen eigenen Garten hat, kann auch Online sehr gut Zweige beziehen! Außerdem geben auch viele Gartenbesitzer ihre Zweige kostenlos ab um sich so die Entsorgung zu sparen. Nachfragen lohnt sich!

Wer einen Balkon hat, kann z.B auch einen Bambus + einen Zierapfel ganz gut im Kübel halten!

 

Folgende Zweige sind zur Fütterung geeignet:

 

- Bambus

- Haselnuss oder Korkenzieherhazel 

- Apfelbaum / alle Sorten!

- Birnenbaum      

- Weide / alle Sorten!            

- Birke             

- Ahorn         (Achtung nur ohne Knospen+ Blüten!!!)

- Blutpflaume

- Heidelbeere

- Brombeere

- Linde

- Lärche

- Eiche 

                   Gesunde Leckerlis

Was wäre ein Leben ohne Leckerlis?

Nicht nur wir Zweibeiner lieben, Schokolade und Kuchen, auch unsere vierbeinigen

Freunde, wissen ein Leckerli zwischendurch durchaus zu schätzen. Doch auch hier gilt genau wie bei uns Zweibeinern, weniger ist oftmals mehr!

Im Handel wird allerlei angeboten, von leckeren Drops bis hin zur Knusperstange, aber hier stecken neben künstlichen Aromen & Zusatzstoffen auch Fette und Zucker drin.....und das ist alles was wir unseren Mümmelnasen nicht geben wollen.

Aber was geb ich meinen langohren-Freund denn dann?

 

Eigentlich ist das gar nicht so schwer und das meiste steht eh auf den Speiseplan eines artgerecht ernährten Kaninchens. Hier mal ein extra Stückchen Obst, einen kleinen extra Kräutertopf, ein wenig Löwenzahn und ihr Zwerg ist auch ohne Drops und Co glücklich!!! Ein paar aufgehängte Hirsestangen ersetzen die vermeintlichen Knabberstangen aus den Handel.. Besonders beliebt sind bei meinen Popos Erbsenflocken, davon hab ich immer eine Extraportion stehen. Für diese Leckerlei würden meine Popos sogar einen ganzen Acker durchgraben um an sie heran zu kommen! Wer mag kann auch Trocken- Gemüse; Trocken - Obst  und kleine Kekse ganz leicht selbst herstellen.  

Bitte aber auch hier nur in absoluten Kleinstmengen anbieten!

Es gibt auch Halter die gelegentlich hartes Brot verfüttern. Davon bin ich kein großer Fan, zum einen ist da viel zuviel Stärke enthalten, dih was weitaus schlimmer ist man weiß nie ob das getrocknete Brot auch wirklich 100% schimmelfrei ist. Oftmals sind minimale Schimmelstellen die sogenannten Sporen unsichtbar denn sie sind mit den bloßen Auge überhaupt nicht zu erkennen! Ich greife in diesen Fall gelegentlich lieber mal auf ein frisches, krosses Knäckebrot zurück (pro Tier nie mehr als. 1/4 Scheibe), die kleinen haben richtig Spaß daran das wegzuknuspern. Das mag bei einigen Ernährungsexperten zwar auch nicht als ideal gelten, aber ich hab seit knapp 20 Jahren nie auftrene Probleme erkennen können! Mal ganz ehrlich, ist es denn auch alles so gesund wie wir Zweibeiner uns ernähren? Der Kuchen am Sonntag, das Feierabendbier, die Pommes zwischendurch? Ein wenig Freude gehört doch auch mit zur Lebensqualität dazu.... und man kann ganz deutlich erkennen wie sich unsere kleinen Popos über diese kleinen Extras freuen....

  

Folgende Leckerlis sind in kleinen Mengen zur Fütterung geeignet:

 

- Erbsenflocken

- Trockenobst: u.a:  Banane, Apfel, Birne

- Trockengemüse: u.a: rote Beete, Pastinake, Karotte, 

- Sesam- oder Roggenknäckebrot

- Maiskolbe frisch oder getrocknet

- Hirsestangen gelb + weiß

- selbstgebackene Ninchenkekse 

 


Update:12.08.2017

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