Anleitung zum Gehegbau:

3. Teil: Umsetzung & Fertigstellung:

Liebe Teddy-Freunde,

wie versprochen nehme ich auch nun mit auf unsere ganz eigene Buddeltour! Ich hoffe ihr habt euch alte "Klamotten" angezogen? 

Endlich waren sie abgeschlossen unsere Vorbereitungen, der Abriss des alten Geheges und deren fachgerechten Entsorgung haben Tage gedauert. Auch unsere Hecke musste weichen, das abholzen stellte sich hartnäckiger heraus als gedacht. Dank unseres wundervollen Lehmbodens, konnten wir tagelang keinen einzigen Spatenstich verrichten.  Doch dann.... ich hatte die Hoffnung schon aufgegeben, war unser Bauplatz des neuen Teddyhauses doch endlich frei gelegt.

Wenn das nach der tagelangen Plackerei kein Grund zum anstoßen war?

Unser Bauplatz:

1. Fertigstellung des Steinbodens:

Nachdem der Untergrund möglichst Kieselsteinfrei vorbereitet wurde, wird am Gehegeanfang mit Hilfe eines Vorschlaghammers der erste Pfosten eingeschlagen:

Neben den erster Einschlaghülse werden re. und li. nun die ersten Kantsteine gesetzt (ggf auch zementiert) und der rechte Winkel der gesamten  Bodenfläche mit Hilfe einer Schnur abgesteckt.

Kantsteine und Einschlaghülsen in Wechsel nach Bedarf setzen ( wir haben alle 2m eine Einschlaghülse gesetzt), dabei die Kantsteine mit der Wasserwaage in die richtige Position setzen.  Wichtig, darauf achten dass die Bodenplatte eine angemessene Höhe erreicht, damit später bei stärkeren Niederschlag kein Wasser rein läuft! Niemals die Bodenplatte dem Gartenboden angleichen, das Gehege muss immer erhöht stehen!

Nach nur einen flotten Arbeitstag und langen Armen steht die Schalung, juhuuuu.... !!! Wir haben genügend Abstand zur Nachbarsgrenze gelassen, damit wir ganz bequem später um das Gehege um zu laufen können. Der Abstand ist wichtig um später möglich anfallende Reparaturen oder Streicharbeiten durchführen zu können. 

Nun darf gepinselt werden, denn die tragenden Pfosten müssen mit schützender Farbe gegen die Witterungseinflüsse gestrichen werden. Wir haben uns wieder einmal für unsere Lieblingsfarbe in Schlumpfblau entschieden. 

Nach erfolgter Trocknung werden die Pfosten ( bei uns in abfallender Höhe von li. nach re, zwecks Gefälle) in die Einschlaghülsen gesetzt und verschraubt. Die Pfosten werden mit Hilfe einer Wasserwaage ausgerichtet. Es empfiehlt sich diesen Schritt vorher zu machen so kann man munter drauf los pflastern und muss an keine Aussparungen denken. Vergisst man nämlich diese muss die Pflasterung bei den Pfosten später wieder hoch genommen werden, weil man sonst nicht an den vorgegeben Punkt der Verschraubung heran kommt!

Nun die fertige Verschalung mit Sand oder Splitt auffüllen, wir haben 3 1/2 Kubik an einen Tag hin und her gefahren, quer durch unseren Garten zusammen mit einen blinden Passagier der gar nicht genug davon bekommen konnte.

Den Sand glatt harken und das Pflasterbett möglichst glatt auf gleicher Höhe abziehen. Auch hier ist die Wasserwaage im Einsatz. Wer es ganz genau haben möchte, kann den Sand vorher auch noch abrütteln.  Rüttler kann man sich bei Mietstationen ausleihen. Wir haben darauf verzichet, denn ich glaube nicht das es einen meiner Popos groß stört, wenn zwischendurch mal ein Pflasterstein minimal an Höhe verliert. Diesen könnte man in diesen Fall später wieder aufnehmen, mit Sand unterfüttern und wieder einsetzen. Anders sehe es bei einen Gartenhaus aus, da würde ich generell immer abrütteln.

Nun kann es losgehen, und der Boden verlegt werden. 

Wir haben eine Kombi aus Platten 50x50 und Pflastersteinen gewählt. Zum einen weil ich die guten Platten aus den Gehege noch verwenden wollte zum anderen hat es sich bei den Pflastersteinen bewährt, dass dort das Wasser besser ablaufen kann. Dies ist besonders günstig wenn man ein Halb offenes Dach wählt, oder wenn man sowie ich regelmäßig den Boden mit einen Hochdruckreiniger säubert. Man wundert sich wie viele Liter Wasser da zusammen kommen. Wer mag kann natürlich auch gleich eine Abflussrinne mit einbauen.

Und so schaut das ganze dann fertig aus! (Achtung, wer Pflastersteine ausgewählt hat, der muss diese nach erfolgter Legung noch einschlemmen! Dazu rührt man einen Eimer Sand mit Wasser breiartig an, gießt diesen auf die Pflasterung und fegt diesen nun in die einzelnen Fugen bis diese bis oben hin gefüllt sind.)

2. Fertigstellung der Seitenwände:

Nachdem der Boden hergestellt wurde, mussten weitere Holzpfeiler eingezogen werden . Diese wurden direkt auf den Rahmen verschraubt mit Hilfe von Verbindern.

Im Anschluß wurden schon einmal die großen Dachlatten verschraubt um das gesamte Gerüst zu stabilisieren, damit sich das Gerüst nicht mehr verziehen kann. 

Das Ergebnis schaut dann so aus... neue gesetze Pfeiler + gr. Dachleisten 

Danach werden zu den Senkrechtpfeilern, Querpfeiler in der gleichen Holzstärke passend zugesägt  Man kann dazu Verbindern nehmen, wer etwas geschickt ist kann die Querleisten jedoch auch verschränkt verschrauben, indem man die Schraube nicht wie sonst möglichst gerade, sondern leicht angeschrägt setzt. Probiert das mal an einen Probestück aus, dass klappt prima und man kann sich somit einige Verbinder sparen. Die Querlattung ist wichtig zum befestigen der Wände und des Drahtes.

Achtung wer vorgestrichenes Holz verwendet und verschraubt. muss darauf achten, dass die abgesägten Enden neu gestrichen werden müssen!

Da auf der Rückseite unseres zukünftigen Geheges der Wind drauf steht, haben wir uns dazu entschieden die Rückwand komplett zu verschließen. Da wir an der Küste auch immer wieder kräftigen Sturmböen ausgesetzt sind, haben wir uns dickes Profilholz ausgesucht. Dieses wurde jeweils, oben, unten und mittig über die angebrachten Querleisten verschraubt. Die Ansicht zeigt die Rückwand von hinten. 

Da unser Gehege ein Gefälle von li. nach re. aufweist, musste in unseren Fall bei der Rückwand jedes einzelne Profilholz angepasst werden, man Mann hat sich sehr darüber gefreut! Das kostet natürlich etwas Geduld uns Zeit. (Eine günstigere und schnellere, Alternative wären OSB -Platten, die man später doppelagig mit Dachpappe verkleidet, was jedoch nicht ganz so schick ausschaut, besonders wenn der Nachbar da ein Leben drauf rauf schauen muss. Wer dennoch OSB-Platten verwenden möchte es aber gerne ein wenig schicker hätte, kann natürlich auch einlagig Dachpappe verwenden und dies später mit Biberschindeln verzieren.)  Bei uns war die Art des Gefälles vom Standort abhängig, man kann sein Gefälle natürlich auch anstatt von li. nach re oder von re. n li. natürlich auch ein Gefälle nach vorne oder nach hinten einbauen.

Merke:  Ein festes, verschlossenes Dach sollte generell immer ein Gefälle haben, damit zum einen kein Wasser darauf stehen bleibt und zum anderen Schnee besser abrutschen kann. Ein Gefälle nach vorne würde ich persönlich nicht empfehlen, da man da schnell mal ziemlich unangenehm nass werden. Zum anderen kann sich bei aufkommenden Wind, (der ja auch mal gerne seine Richtung wechselt) schnell das ganze Wasser ins Gehege drücken. Ich würde daher immer ein Gefälle seitlich oder nach hinten empfehlen.

Ein Vorteil hat das genaue anpassen jedoch, ich hatte jede Menge Zeit das Profilholz zu pinseln.....

An dieser Stelle ist uns leider das Profilholz ausgegangen, Ansicht von innen, da hat mein Mann noch einiges vor sich, aber zum Trost müssen brauchen wenigstens die Seitenwände nicht einzeln angepasst werden.  Für Nachschub ist schon gesorgt, mehr demnächst.....

Weitere Bilder folgen! Versprochen!

Update:10..09.2017

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